Pola und ihre Söhne zu Gast bei den Piranhas
Polas Schwimmgeschichte, ehemalige ETSV / SVE Schwimmerin
Pola ist als Kind und später als Jugendliche bei uns im SVE, damals noch ETSV, geschwommen. Mit großer Freude haben wir die Nachricht erhalten, dass sie mit ihren beiden Kindern für zwei Wochen zu Besuch in Hamburg ist.
Pola lebt seit 2011 in den USA. Seit sieben Jahren lebt sie mit Ihrer Familie in Atlanta.
Ihre Kinder betreiben in den USA ebenfalls Leistungsschwimmen. Zwischen dem 08.06 und dem 22.06 werden sie an den Trainingseinheiten der Piranhas teilnehmen.
Am 11.06.2026 hatte ich die Gelegenheit, Pola und ihre beiden Söhnen in der Schwimmhalle Elbgaustrasse zu treffen und mit ihnen zu sprechen. Dabei entstand ein Interessanter Austausch:

Larissa: Pola, wie fühlt es sich für dich an, wieder in Hamburg zu sein und mit deinen Söhnen in derselben Schwimmhalle zu stehen, in der du vor 26 Jahre trainiert hast?
Pola: Diese Schwimmhalle fühlt sich wie ein Stück zu Hause an. Ich komme immer wieder gerne nach Hamburg zu Besuch. Es ist ein sehr schönes Gefühl.
Larissa: Wo hast du damals trainiert? In welchen Schwimmbädern?
Pola: Als wir noch ETSV waren, haben wir unter anderem in der Kaserne in Blankenese sowie im Schwimmbad an der Budapester Straße (heute St. Pauli Bad) trainiert.
Larissa: Was ist deine schönste Erinnerung an deine Zeit beim SVE?
Pola: Das waren die Schwimmwettkämpfe, die damals in Büchen stattgefunden haben. Auch an die Ferienlager in Sylt erinnere ich mich sehr gern. Kinder aus verschiedenen Altersklassen und Sportarten des SVE durften daran teilnehmen, und wir sind immer für zwei Wochen weggefahren.
Larissa: Gibt es Trainer, Trainerinnen oder Teamkollegen, an die du besonders gern zurückdenkst?
Pola: Ja, an Carolin Oelze und Petra Kuschel
Larissa: Wann haben deine Söhne mit dem Schwimmen begonnen?
Pola: Riley, mein älterer Sohn war 7 Jahre alt, als er Schwimmen für sich entdeckte. Brooks war 5 Jahre alt.
Larissa: Hattest Du Einfluss darauf, dass deine beiden Kinder Schwimmen als Sportart gewählt haben?
Pola: Ja! Beide haben im Sommer mit dem Schwimmen angefangen und waren so gut darin, dass wir Riley das Schwimmen nahegelegt haben. Da Baseball und Fußball für uns keine Option waren, probierte Riley es aus und wurde stetig besser.
Brooks war das erste Jahr nur Zuschauer, weil er ja ein Golfer war (zumindest sagte er das selbst). Dann bemerkte er, wie toll es sein muss, Schwimmer zu sein, und folgte eine Saison später Rileys Vorbild.
Nun sind sie beide begeisterte Schwimmer!
Larissa: Aktuell bieten die Piranhas fünf Mal Schwimmtrainingseinheiten und eine Landtrainingseinheit pro Woche an. Wie sieht der Trainingsplan deiner Söhne in den USA aus?
Pola: Unser Sohn Brooks ist neun Jahre alt und trainiert vier Mal pro Woche, davon 30 Minuten Trockentraining und 60 Minuten Schwimmen. Riley ist zwölf Jahre alt und hat fünf Mal pro Woche Training, davon 45 Minuten Trockentraining und im Anschluss 75 Minuten Schwimmen.
Larissa: Gibt es Wettkämpfe oder Traditionen im amerikanischen Schwimmsport, die dich besonders beeindruckt haben bzw. die sich sehr von den Deutschen unterscheiden?
Pola: in den USA gibt es für jeden Schwimmer und Schwimmerinnen pro Saison einen einheitlichen Badeanzug bzw. eine einheitliche Badehose. Diese werden bei den Schwimmwettkämpfe getragen.
Die Wettkämpfe finden meistens in den Schwimmbädern von Universitäten statt. Häufig werden die Wettkämpfe nach Alterstklassen organisiert, sodass man nicht unbedingt den ganzen Tag in der Schwimmhalle verbringen muss.
Pola erzählte mir außerdem, wie begeistert sie noch immer von dieser Sportart ist. Seit 2024 trainiert sie bei den Masters. Durch ihre sportlichen Leistungen erhielt sie die Chance, in den USA zu studieren, und konnte ihr Studium mithilfe eines Schwimmstipendiums selbst finanzieren.
Sport vereint Menschen. Er schafft Gemeinschaft, fördert Austausch und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt – unabhängig von Alter, Herkunft oder Wohnort.
Wir freuen uns Pola zu Besuch zu haben.